DER UMBAU

Nicht neu bauen. Weiterbauen.

Ein altes Haus braucht Aufmerksamkeit, Geduld und viele gute Hände.

Erhalten · ergänzen · weiterdenken

Erst einmal sehen, was da ist.

Ein altes Haus lässt sich nicht auf einen Neubau reduzieren. Man muss hinschauen, freilegen und entscheiden, was die Geschichte weiterträgt – und was das Haus heute braucht.

Die charakteristische Bohlen-Ständer-Konstruktion, dunkle Bestandsbalken und alte Proportionen begegnen neuen Hölzern, einem erneuerten Dach und zeitgemäßer Haustechnik. Nicht alles Alte muss neu aussehen.

HOF 434 während der Sanierung – das gesamte Haus eingerüstet
Der Hof von oben – ein Blick auf das ganze Ensemble.
Der Hof von oben – ein Blick auf das ganze Ensemble.

Ein neues Dach für ein altes Haus.

Ein Dach schützt, was Generationen vor uns gebaut haben – und schafft Raum für das, was noch kommt. Zwischen dunklen Balken, neuen Hölzern und handwerklicher Präzision wurde aus dem Bestand wieder Zukunft.

Einbau eines Dachfensters mit dem Kran
Ein Fenster kommt durchs Dach
Arbeiten am alten Dachstuhl
Altes Holz und neue Arbeit
Arbeit am Dach
Über den Dächern von Pfronten
Neue Dachziegel
Ziegel für die nächsten Jahrzehnte
Dachsanierung
Schritt für Schritt

Unter dem Haus.

Bei den Arbeiten wurde ein historischer Wasserkanal freigelegt. Eine Entdeckung, die die Geschichte der alten Schmiede wieder sichtbar macht.

Fundstück 01

Was unter dem Hof zum Vorschein kam.

Beim Freilegen des Fundaments stießen wir auf einen gemauerten Kanal. Ein unerwarteter Fund – und ein greifbarer Hinweis auf die Geschichte der Hammerschmiede.

Die ganze Geschichte entdecken →

Ein Haus bekommt seine Haut zurück

Alt trifft neu.

Ein Dach ist mehr als ein Abschluss nach oben. Es schützt, was Generationen vor uns gebaut haben – und schafft Raum für das, was noch kommt.

Holzfenster mit Sprossen, massive Türen, Parkett und sorgfältig ausgewählte Materialien verbinden sich mit moderner Küche, zwei Bädern und zeitgemäßem Komfort. Das Ergebnis soll nicht historisierend wirken, sondern selbstverständlich.

Der Hof aus verschiedenen Perspektiven

Die restaurierte Fassade
Die restaurierte Fassade
Das Haus von der Seite
Das Haus von der Seite
Holz, Fenster und alte Proportionen
Holz, Fenster und alte Proportionen

Wasser und Eisen – Spuren der Hammerschmiede

Freigelegter Wasserlauf am Fundament
Beim Umbau freigelegt: eine bauliche Spur aus einer anderen Zeit.

Unter dem Haus

Ein Kanal. Viele Fragen.

Bei den Arbeiten am Fundament wurde ein gemauerter Wasserlauf sichtbar. Plötzlich lag ein Stück Ortsgeschichte direkt vor uns.

Die Hausgeschichte verbindet den Standort mit einer wasserbetriebenen Hammerschmiede. Über einen abgezweigten Wasserlauf wurde die Kraft des Wassers für die Schmiedearbeit nutzbar gemacht. Der genaue Verlauf und die Funktion des wiederentdeckten Abschnitts müssen anhand der historischen Pläne und baulichen Befunde eingeordnet werden.

Historischer gemauerter Wasserkanal
Der historische Wasserkanal

Wasser wird Arbeitskraft

Die Hammerschmiede.

Wo heute Gäste zur Ruhe kommen, prägten über lange Zeit Handwerk und Landwirtschaft den Alltag. Der Wasserantrieb setzte schwere Hämmer in Bewegung; in der Schmiede entstanden und reparierten die Handwerker Werkzeuge und Gebrauchsgegenstände.

Die historischen Quellen nennen unter anderem Jakob Mayr, Johann Baptist Hartmann und die Familie Aletsee. Brände, Wiederaufbau und schließlich Veränderungen der Wasserversorgung bestimmten die Geschichte des Betriebs.

Zur ausführlichen Hauschronik →

434 Geschichten

Der Bach und der Hof.

Historische Flurpläne und die Ortsgeschichtsforschung zeigen, wie eng Wasserläufe, Mühlen und Schmieden in Pfronten miteinander verbunden waren. Der Fund unter dem Hof macht diese Geschichte unmittelbar erlebbar.

Ein historischer Zusammenhang ist plausibel – eine exakte Datierung des entdeckten Mauerwerks ist damit noch nicht bewiesen.

Zum Weiterlesen

Schmieden in Pfronten ↗ · Bläses- und Gießbachweg ↗ · Historische Flurpläne ↗